Brautkleid-Wissen · Nach der Hochzeit
Brautkleid nach der Hochzeit: aufbewahren, weitertragen, umnähen
Wie du dein Brautkleid richtig aufbewahrst, alltagstauglich machst, wann du es noch einmal anziehen kannst und was sich daraus nähen lässt.
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Was tun mit dem Brautkleid nach der Hochzeit?
Mehr als nur in den Schrank hängen: Du kannst dein Brautkleid gut aufbewahren, alltagstauglich machen und weitertragen, noch einmal darin feiern oder Erinnerungsstücke daraus nähen lassen. Wichtig ist nur, dass es nach der Feier zeitnah gereinigt wird.
Monatelang hast du dich auf diesen Tag gefreut, dein Traumkleid gesucht und gefunden – und plötzlich ist die Hochzeit vorbei. Spätestens jetzt stellt sich die Frage: Wohin mit dem Kleid? Wir finden, ein Brautkleid ist viel zu schön, um im Schrank zu verschwinden. Hier sind unsere Ideen. Wenn du noch auf der Suche bist, hilft dir unser Ratgeber zum Brautkleidkauf.
Das Wichtigste in Kürze:
- Lass dein Kleid in den ersten Wochen nach der Hochzeit reinigen, bevor Flecken vergilben.
- Bewahre es atmungsaktiv auf: Baumwollhülle oder Brautkleidbox, säurefreies Seidenpapier, kein Plastik.
- Kürzen, färben oder neu kombinieren macht viele Brautkleider alltagstauglich.
- Hochzeitstag, Brautkleidparty oder After-Wedding-Shoot: Anlässe zum Wiedertragen gibt es genug.
- Aus Schleier oder Rock lassen sich Taufkleid und Erinnerungsstücke nähen.
Brautkleid aufbewahren: So bleibt es schön
Damit dein Kleid auch in vielen Jahren noch so aussieht wie am Hochzeitstag, kommt es auf ein paar Dinge an:
- Zeitnah reinigen lassen: Bring das Kleid in den ersten Wochen nach der Hochzeit in eine Reinigung, die Erfahrung mit Brautmode hat. Spritzer von Sekt, Zucker oder Schweiß sind anfangs oft unsichtbar, können aber mit der Zeit gelb werden.
- Atmungsaktiv verpacken: Ein Kleidersack aus Baumwolle oder eine Brautkleidbox ist ideal. Plastikhüllen sind keine gute Idee, denn darin kann sich Feuchtigkeit sammeln.
- Seidenpapier verwenden: Säurefreies Seidenpapier in den Falten und zwischen den Stofflagen verhindert scharfe Knicke.
- Liegend oder hängend: Schwere Kleider bewahrst du am besten liegend in einer Box auf. Wenn du dein Kleid aufhängst, nutze die Aufhängebänder innen, damit die Träger nicht ausleiern.
- Der richtige Ort: dunkel, trocken und gleichmäßig temperiert. Keller und Dachboden sind deshalb eher ungeeignet.
- Ab und zu nachsehen: Schau ein- bis zweimal im Jahr nach deinem Kleid und lege es neu zusammen.
Brautkleidboxen gibt es inzwischen von verschiedenen Anbietern und in vielen Designs. Darin ist dein Kleid vor Licht und Staub geschützt, und auch Schleier, Schuhe oder die Hochzeitskarte finden darin Platz.
Brautkleid alltagstauglich machen
Viele Brautkleider lassen sich mit wenigen Änderungen weitertragen, zum Beispiel zum Hochzeitstag, auf Sommerfesten oder im Urlaub. Das sind die Möglichkeiten:
- Kürzen und ändern: Eine Schneiderin kann die Schleppe abnehmen, das Kleid auf Knie- oder Midilänge kürzen oder Träger und Ärmel anpassen. Aus dem langen Brautkleid wird so ein Sommerkleid.
- Färben: Naturfasern wie Baumwolle, Seide oder Viskose nehmen Farbe meist besser an als Polyester. Spitze, Nähgarn und Futter färben sich oft unterschiedlich. Lass dich deshalb von einer Färberei beraten, die Erfahrung mit Brautkleidern hat, und frag vorher nach den Kosten.
- Neu kombinieren: Mit Jeansjacke, Sneakern, einem farbigen Gürtel oder einer Strumpfhose wirkt ein Brautkleid sofort lässiger.
- Teile einzeln tragen: Rock und Oberteil lassen sich getrennt mit Lieblingsteilen aus deinem Kleiderschrank kombinieren.
Noch einfacher: ein Brautkleid, das du wieder anziehst
Am leichtesten wird das Weitertragen, wenn du es schon beim Kauf mitdenkst. Ein kurzes Brautkleid wie KUESSdieMARIELLA aus besticktem Bio-Baumwollstoff ist nach der Hochzeit ein wunderschönes Sommerkleid. Bei unseren Mix-and-Match-Zweiteilern trägst du Brautrock und Top später einzeln. Und ein Jumpsuit wie KUESSdieMADDISON macht auch auf der nächsten Party eine gute Figur.
Das ist nicht nur praktisch, sondern auch nachhaltig: Je öfter du ein Kleid trägst, desto mehr hast du davon. Wie sich das rechnet, liest du in unserem Beitrag Was kostet ein Brautkleid?, und worauf es bei nachhaltiger Brautmode ankommt, im Beitrag Nachhaltiges Brautkleid.
Noch einmal feiern: Anlässe, dein Brautkleid wieder anzuziehen
- Am Hochzeitstag: Statt Tischreservierung feiert ihr den Jahrestag zu Hause im Hochzeitsoutfit, mit gutem Essen und euren Lieblingsfotos. Zu zweit oder mit den Trauzeugen.
- Brautkleidparty: Wenn im Freundeskreis viele kurz nacheinander heiraten, ist der Dresscode schnell klar. Ein Abendessen oder Weinabend, zu dem alle im Brautkleid kommen, sorgt für Gesprächsstoff.
- Brautkleiderball: In manchen Städten gibt es Ballnächte, bei denen Bräute noch einmal im Brautkleid tanzen. Am besten suchst du nach aktuellen Terminen in deiner Region.
- After-Wedding-Shoot: Ohne Zeitdruck noch einmal mit Fotografin oder Fotograf losziehen, an einen Ort, der euch etwas bedeutet, oder in den Flitterwochen. Ein Beispiel ist unser After-Wedding-Shoot im Industrial Shabby Chic. Plane ihn zeitnah, solange der Zauber des Tages noch frisch ist.
- Trash the Dress: Im Meer, im See oder im Matsch: Bei diesem Shooting ist alles erlaubt, was Spaß macht. Das Kleid übersteht es allerdings oft nicht unbeschadet. Was die Tradition zum Aufbewahren sagt, liest du in unseren Mythen und Bräuchen rund ums Brautkleid.
Was kann man aus einem Brautkleid machen?
Wenn du dein Kleid nicht mehr tragen möchtest, kann es auf andere Weise Teil eurer Familiengeschichte bleiben:
- Taufkleid: Aus Schleier, Rock oder Unterrock näht eine Schneiderin ein Taufkleid für euer Kind.
- Himmel fürs Babybett: Der Brautschleier oder ein leichter Stoff des Kleides wird zum Betthimmel.
- Kleine Erinnerungsstücke: Ein Kissenbezug, ein Haarband oder ein Stück Spitze im Fotoalbum.
- Für die Verkleidungskiste: Unsere Designerin hat als Kind selbst mit dem Brautkleid ihrer Mutter gespielt – und vielleicht entsteht so die nächste Brautmodedesignerin.
Verkaufen oder spenden? Wer sich von seinem Kleid trennen möchte, kann es auch verkaufen oder spenden. Manche Initiativen nähen aus gespendeten Brautkleidern zum Beispiel Kleidchen für Sternenkinder. Frag am besten vorher nach, welche Stoffe dort gebraucht werden.
FAQ: Brautkleid nach der Hochzeit
Was macht man mit dem Brautkleid nach der Hochzeit?
Die meisten Bräute lassen ihr Kleid reinigen und bewahren es auf. Du kannst es aber auch kürzen oder färben lassen und weitertragen, zum Hochzeitstag oder bei einem After-Wedding-Shoot noch einmal anziehen oder Erinnerungsstücke wie ein Taufkleid daraus nähen lassen.
Wie bewahrt man ein Brautkleid richtig auf?
Gereinigt, in einem atmungsaktiven Kleidersack aus Baumwolle oder einer Brautkleidbox, mit säurefreiem Seidenpapier in den Falten und an einem dunklen, trockenen Ort mit gleichmäßiger Temperatur. Plastikhüllen, Keller und Dachboden solltest du vermeiden.
Muss ein Brautkleid vor dem Aufbewahren gereinigt werden?
Ja, am besten in den ersten Wochen nach der Hochzeit. Flecken von Sekt, Zucker oder Schweiß sind anfangs oft unsichtbar, können aber mit der Zeit vergilben. Wähle eine Reinigung, die Erfahrung mit Brautmode hat.
Wie macht man ein Brautkleid alltagstauglich?
Eine Schneiderin kann die Schleppe abnehmen, das Kleid kürzen oder Träger und Ärmel ändern. Mit Jeansjacke, Sneakern oder einem farbigen Gürtel wirkt es zusätzlich lässiger. Zweiteiler aus Rock und Top kannst du einfach einzeln tragen.
Kann man ein Brautkleid färben?
Ja, aber nicht jedes Material eignet sich gleich gut. Naturfasern wie Baumwolle, Seide oder Viskose nehmen Farbe meist besser an als Polyester, und Spitze oder Garne färben sich oft anders. Lass dich von einer Färberei mit Erfahrung bei Brautkleidern beraten und frag vorher nach den Kosten.
Welches Brautkleid kann man nach der Hochzeit weitertragen?
Am einfachsten sind kurze Brautkleider, Zweiteiler aus Rock und Top und Jumpsuits. Sie lassen sich nach der Hochzeit ohne große Änderungen zu Sommerfesten, im Urlaub oder am Jahrestag tragen.
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- Wann Brautkleid kaufen? – unser Ratgeber vom ersten Stöbern bis zum Hochzeitstag
- Mythen und Bräuche rund ums Brautkleid – von „Etwas Altes, etwas Neues“ bis zum Schleier
- Was kostet ein Brautkleid? – Preise und warum Weitertragen sich lohnt
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Fotos und Credits: Titelbild: Pink Pixel Photography · Brautkleidbox: Screenshot aus dem KUESSdieBRAUT Imagefilm von Carmen and Ingo Photography · Brautkleidparty: Jon Pride Photography · After-Wedding-Shoot: Marta Urbanelis Photography · Trash the Dress: Krolop & Gerst · Kinder: Frank Jermann









